Diese Ideen sollen die Rente in Deutschland sichern

Blog-Kommentar vom 30.06.2021

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Alle Jahre wieder – oder besser gesagt alle 4-5 Jahre, wenn Wahlen anstehen, stehen auch wieder die Diskussionen über die Rente, bzw. wie man dieses Problem lösen kann, an.

Die Lösungsansätze scheinen so einfach wie unmöglich. Die Fehler wurden bereits vor 60 Jahren gemacht und sind nicht mehr zu korrigieren, jedenfalls nicht so, dass dies die Probleme nachhaltig lösen bzw. stark vermindern würde.

  1. Renteneintrittsalter erhöhen: Die Menschen sollen noch länger als bisher (45 Arbeitsjahre) arbeiten. Bei immer mehr Arbeitsanforderungen- und Belastungen und immer höher werdenden Steuerbelastungen. Die Menschen sind schon jetzt dem Druck nicht mehr gewachsen, weswegen die Krankenfehlzeiten von Jahr zu Jahr zunehmen und immer mehr Arbeitnehmer berufsunfähig werden.

  2. Rentenbeiträge erhöhen: Die heutigen Sozialbelastungen durch Arbeitslosenversicherung, Krankenversicherung und Rentenversicherung sind schon heute astronomisch hoch und zwingen jeden Arbeitnehmer mit knapp 40% des Bruttolohns in die Knie. Nach allen Steuern betrachten geben wir sogar fast 60% unseres Bruttolohns ab. Wie sollen hier weitere Erhöhungen gerechtfertigt werden.

  3. Selbständige einbeziehen: Wie soll das gehen – Selbständige, die mit Corona alle Hände voll damit zu tun haben, ihre Firma am Laufen zu halten und selbst keine oder zu wenig Rentenrücklagen bilden, sollen nun für die gesetzlich versicherten bezahlen.

  4. Rentenkasse bezuschussen: Das ist ja eine prima Idee. Jahrzehntelang werden aus der Rentenkasse artfremde Leistungen bezahlt und nun soll es umgekehrt gemacht werden. Wo will die Politik denn diesmal Raubbau betreiben und Geld, das dringend woanders gebraucht wird, zweckentfremden?

  5. Zuwanderung fördern: Interessanter Ansatz. Arbeitsplätze sind jetzt schon rar, aber holen wir doch noch mehr Zuwanderer, die dem Staat auf der Tasche liegen oder das Lohndumping weiter befeuern und somit noch weniger Geld in die Kassen kommt. Und die wenigen Facharbeitskräfte, die Deutschland benötigt, sollten man vielleicht aus den eigenen Reihen befüllen, um damit den Nachwuchs zu fördern.

  1. Rentenalter flexibilisieren: Fantastisch, die angehenden Rentner freuen sich sicherlich darüber und deswegen werden dann alle freiwillig bis 80 arbeiten, um danach ohne Rente zu kassieren in die Kiste zu fallen, damit der Staat mehr Geld hat das Problem zu lösen.

  2. Aktienrente einführen: Die beste Idee von allen, dennoch unwahrscheinlich. Warum sollte ein Arbeitnehmer, der sich selbst aufgrund seiner Rentenlücke bereits über private Anlageformen erkundigt und diese vielleicht auch abgeschlossen hat, nun das Geld bereitwillig dem Statt zur Verfügung stellen? Damit dieser das Geld wie in den 80er, 90er und auch 2000er Jahren wieder artenfremd verwendet und damit andere Löcher stopft.

Der Lösungsansatz ist so einfach wie nahezu unwahrscheinlich. Die Menschen müssten sofort aufhören Ihre private Altersvorsorge in Geldwerten wie Sparbüchern, Lebensversicherungen, Bausparverträgen und auch Aktien zu suchen und in solide Sachwerte investieren. Sachwerte haben schon immer Währungsreformen und inflationäre Tendenzen überdauert und bieten attraktive Renditen neben zusätzlichen Einnahmen durch Miete. Wenn es jeder Bundesbürger schafft im Laufe seines Arbeitslebens 5 Kapitalanlage-Immobilien abzubezahlen, bekommt er im Schnitt wahrscheinlich das Doppelte der geplanten Mindestrente oder anders formuliert in etwa die gleiche monatliche Rente, die er jetzt laut seiner Rentenauskunft bekommen soll.

Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, melden Sie sich bei uns.

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