Wer glaubt, wir haben mit dem Umlagesystem eine sichere Rente, der hat es nicht verstanden“

Blog-Kommentar vom 21.07.2021

Quelle: https://www.xing.com/news/articles/fdp-finanzexperte-durr-wer-glaubt-wir-haben-mit-dem-umlagesystem-eine-sichere-rente-der-hat-es-nicht-verstanden-4119324?cce=em5e0cbb4d.%3AphO4wjLKYzd0V8_HKgbhAT

 

Das die gesetzliche Rente am Ende ist, ist vielen Experten schon seit mindestens 20, eher 30 Jahren klar, aber Herr Dürr (FDP) scheint wohl verdrängt zu haben, dass in den letzten 30 Jahren viele artfremde Leistungen aus der Rentenkasse bezahlt wurden (Altkriegslasten, Aufbau Ost etc..)

Vielleicht hätte Herr Dürr genau darüber nachdenken sollen, als er davon spricht, dass das gesetzliche Rentensystem jedes Jahr mit 100 Milliarden aus Steuergeldern subventioniert wird. Diese Subventionen in dieser Höhe hätten verhindert werden können, wenn man vor vielen Jahren damit nicht andere Dinge bezahlt hätte und jetzt deswegen den Steuerzahler zur Kasse bitten muss. In den Neunzigern hatte die gesetzliche Rentenversicherung 200.000 Wohnungen verkaufen müssen, um genau die Dinge zu bezahlen, die mit Rente eigentlich gar nichts zu tun hatten. Damit wurden die einstigen Schwankungsreserven deutlich vermindert. Heute liegen diese gerade mal noch bei 2 Monaten.

Wenn Herr Dürr jetzt vorschlägt eine zusätzliche aktienbasierte Rente aufzubauen, sollte er wissen, dass sich solche Anlagen erst nach wirklich vielen Jahren (mindesten 30, besser ab 40-50 Jahren) durch den Zinseszins-Effekt rechnen. Dies betrifft also nicht mehr die Menschen, die jetzt mit 30 oder 40 Jahren in die Rente einzahlen, sondern erst nachfolgende Generationen. Dies bestätigt Herr Dürr auch klar, als es um die Langfristigkeit dieses Plans geht.

Spätestens wird klar, dass es eigentlich um die Finanzierung der Renten der geburtenstarken Jahrgänge (1965-1975) geht und nicht um die eigene Rente, als er es ablehnt auch Selbständige in dieses Konzept zu integrieren, weil dann mehr Menschen in diesen Topf greifen würden.

Auch ist es wohl eher als Unsinn zu verstehen, dass alle in diese Aktienrente einzahlen sollen, auch 50-Jährige. Wie man weiß, gibt es bei solchen Anlagen auch Kosten, die in der Regel zu Lasten des Vermögens gehen. Und bei 15-17 Jahren Einzahlzeit wird derjenige, voraussichtlich weniger erhalten, als er monatlich eingezahlt hat.

Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten oder wie Sie diese Thematiken für sich lösen können, melden Sie sich bei uns.

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